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Gender - Leben bis 1900 |
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| ALTERTUM - FRÜHCHRISTENTUM: 100v.- 476n.Chr. Pentateuch (fünf Bücher Mose des Alten Testamentes= Schrift der Hebräer), Schriften des Homer (Epen Odysseus, Ilias) - Zwölf Tafel-Gesetz des Alte Rom (Römisches Gestzbuch), Christentum> Grundlagen für die Geschlechterrollen, bestimmende Rolle des Mannes, Unterordnung der Frau> Rollenteilung und -tradition. Gesellschaft =hierarchisch aufgebaut; Hierarchie als metaphysisch vorgegebene Struktur betrachtet - Herrschende, Untergebene - Kampf, Eroberung, Macht. Mann=Kämpfer für Stamm, Sippe, Staat. Frau dient zur Erleichterung des kampfbestimmten Lebens, Familienarbeit, Nachwuchs. Männer Mächtige weil körperlich stärker als Frauen. Mächtige Frauen = Priesterinnen des Altertums = bedrohlich weil gebildet, wissend, daher stark. Gesellschaft mit Freien und Unfreien-unterworfene Völker >Frauen =Sklaven und Konkubinen der Sieger- keine Frauen im Heer. Ausnahme: Volk der Amazonen>gesellschaftliche Akzeptanz. 700 v.Chr. GRIECHENLAND - kleine Stadtstaaten=kleine Königreiche-Stadtstaat Athen: 6.Jhdt.v.Chr Demokratie =Bestimmung durch Volksgemeinschaft=Polis, Sklaven und Frauen politisch rechtlos. Im Haus: Mann =Hausherr=bestimmend.Trennung Privatleben-Öffentlichkeit, Römisches Kaiserreich: Familie wirtschafltich wichtig> "Verwaltungsinstanz", Existenzsicherheit, Ehe=ökonomische Insitution, sichert Laufbahn des Mannes, Familie= Basis für Erfolg des Mannes, Stütze des Staates aber kein gesetzlicher Vertrag. Konkubine = schutzlos. Homosexualität straffrei. Germanische Familienstruktur: Sippenbindung. Mann = Familienoberhaupt>alleiniges Herrschaftsrecht über Familienmitglieder und Hausbedienstete, seine Arbeit: Feld, Hof, Heer. Frau=Untergebene, Haus, Kinder, Kleidung, sichert Nachwuchs. Früh-Christentum: Lehren des Jesus v. Nazareth. Apostel>geschlechterspeziffische Rollenteilung moralisch begründet. 4.Jh.n.Chr. Kaiser Theodosius I.d.Gr. -Christentum Staatsreligion>Christentum verlangt Unterordnung der Frau weil Sündenverursacherin, Sexualität>sittlich Böses, Lust=Sünde. Ritual der Kinderzeugung erlaubt.Homosexualität =Sünde weil keine Zeugung. Mittelalter: Alltag: Einzelner ohne Familie oder Sippe schutzlos. Knaben lernen an der Seite des Vaters das Leben und die Gefahren kennen. Erziehung familiengebunden, nicht institutionalisiert. Familie= alle vom Grundherrn Abhängige, bzw, Hausgemeinschaft.Gesellschaft: Mächtige und Untertänige, Freie und Unfreie - Kriegsorientierung. ca 800n.Chr. Zeit Karl des Großen >von Sippe zur Dynastie= erfolgreiche, siegreiche Sippe wird Dynastie mit Besitz und Reichtum. Frau von Vater, Mann und erwachsenem Sohn abhängig. Zentrum =Familie, Mädchen wird verheiratet an vom Vater bestimmten Mann, ENGLAND: Mädchen verkauft; ziemlich rechtlos. 11.Jh: Aufstiegsmöglichkeiten> Treue, Tapferkeit. Mut >Unfreie zu Freiheit und Besitz. Gesellschaft: Rittertum>zur Verfeinerung der Sitten. - Burgfrau -Edelfrau, verehrt, besungen.>Bub als Knappe dient anderer Burgfrau, unter ihrer Obhut >Page, dann Ritter.Frauenrolle: Dienende, Pflegerin, Trösterin, unterrichtet die Kinder, bewacht Haus und Hof (Mann im Kampf), verteidigt Besitz, manchmal Beraterin des Mannes, beaufsichtigt Ländereien, Frau auch Pfand. Friedenszeiten >Frau zum Wohl des Mannes, fürsorglich, Pflegerin, Heilerin, kräuterkundig> Medizin. ca.12.Jh: beginnender Individualismus>Sippe verliert Bedeutung. Handwerk: Frauen auch MeisterinInnen (Weben, Spinnen, Garnmacherin, Seidenstickerin) Familie: Rolle der Frau: liebevolle, aufopfernde Gattin und Mutter, wenn nicht ="übles Weib", kinderlose Frau ="Mann-Frau". Gefühle werden wahrgenommen, Liebe ausgesprochen, niedergeschrieben, Sexualität kein Thema. Luther: Leidenschaft und Liebe als Wesentliches der Ehe. Ehen vom Vater bestimmt aus Berechnung (Vaterrecht). Ehe= Privileg der Wohlhabenden und Unabhängigen. Gesellschaft: Stände= Handwerk, Handel >Bürgertum. Städte wachsen>Handwerker-Zünfte, reiche BürgerInnen. BettlerInnen, Spielleute. Prostituierte= ungeschützt, rechtlos, bedroht. ca.12.Jh ENGLAND: König Heinrich II.>Bordelle unter königlichem Schutz, bald europaweit. 15.Jh. Ende oström. Reich, Byznz=Istanbul. ITALIEN :Stadtstaaten. Städte>Handelszentren, Banken. Geschäfte, wohlhabende Kaufmannsfamilien; Sinnlichkeit. Werte:Neugier, Bildung, Altertum, Leben und Wissen der Ahnen, Individuum als Persönlichkeit. Beginn der Geschlechterdiskussion. 16.Jh. Erfindungen >Erleichterungen im Alltag. 17.Jh von Ständegesellschaft zur Individualisierung-bei Adel, Geistlichkeit, Bürgertum>Sippenbindung läßt nach, Leben anders, sinnlich, kunstsinnig, körperliche Liebe vor Askese. Armut gebenüber neuem Reichtum - Bank- und Kaufmannsfamilien, prächtige Stadthäuser, Wochenendvillen. Berufsleben ergibt sich aus dem Standt, dem der Einzelne zugehört. Frauen: unverheiratet= "herrenlos", registriert. Landleben, Bauern: Tradition und Struktur starr, Frauen-Flucht in die Stadt> Arbeit als Haushaltshilfen. Sklavenmarkt> junge Frauen (oft Ausland), rechtlos, unfrei, oft misshandelt, vergewaltigt, verstoßen. Frauen ohne Arbeit, oft mit Kind, Prostitution, uneheliche Kinder, rechtlos. "Familie"= "Hauswesen" =Eltern, Kinder, Großeltern, Dienstboten, Knechte, Mägde.Frau: Individualisierung über Mann>Identität über den Namen des Mannes.FRANKREICH: Frauen gründen Salons für "freien Meinungsaustausch", Mann und Frau ungestört zu Themen. Mitte 17.Jh. Katastrophen Pest, Malaria, Hunger>Trost Frömmigkeit, Mystik Ende 30jähriger Krieg>Trostlosigkeit> Elend>Aberglaube, Mythos des bösen Hexenzaubers. Werwolf-Wahn, Mensch=Hexe/Hexerich-wegen Aussehens verantwortlich gemacht für Schicksalschläge, Krankheiten. Hexenverfolgungen> Folter>Tod.Ende 17. Jh. MITTELEUROPA: Adel, Bürgertum: Mann =Werber,Frau = kokette Unnahbare, >modische Kleidung>Reize.- "galante Zeit"> frivol, obszön alltäglich, Mann =Don Juan, Frau: Keuschheit = Charakter. Beginn des Privaten in bürgerlicher Familienstruktur> wichtig, 18.Jh Familie= Eltern, Kinder (nicht mehr Hausgemeinschaft) Männlichkeitsbild als öffentliche Aufgabe-Erziehungsmodell>kleiner Knabe>Sport, Tapferkeit>Rekrut, der für sein Vaterland in den Krieg zieht>Militarismus. Erziehungsaufgabe von Familie zur Schule, öffetnlich, allgemein, institutionalisiert. Frau: folgt weiterhin ergeben dem Mann, Iihre Passivität als bioloigisch gegeben betrachtet=Erziehungsgrundlage>Kluft Individualisierungswunsch und Gesellschaft, Erwartungsdruck Frauenidentität nur über Namen des Mannes. Frauen auf Universitäten noch nicht zugelassen. 1791: FRANKREICH code civile-Ehe ein zivilrechtilicher Vertrag>auflösbar> 1792 Scheidungsrecht. ENGLAND: Blaustrümpfe"- Spottwort für engagierte Frauen, Künstlerinnen, verbreiten ihr Wissen und Können (v.a.Literatur und Kunst) an Frauen . 19.Jh: DEUTSCHLAND Salons- Gedankenaustausch Mann-Frau (Leipzig, Weimar, Berlin)> Emanzipationsbestrebungen. Politik will traditionelle Frauenrolle. Land: traditionelles Familienbild. 1864 Zürich - erste Universität, an der auch Frauen inskribieren dürfen, Ende 19.Jh: Frauen an fast allen Universitäten Europas studienberechtigt. |